„Der Mehrwert"

Leider ist nicht zu leugnen, dass schon Kleinkinder täglich stundenlang „vor der Glotze geparkt werden“ und moderne Kitas sich bei Eltern mit KitaPads beliebt machen. Die Vielfalt anderer kultureller Angebote bleibt - gerade Kindern aus strukturschwachen, ländlichen Gebieten vorenthalten. Neben der Reizüberflutung durch digitale Medien werden Kunstformen wie Erzähltheater oder Figurentheater als überholt und altmodisch angesehen. Als Puppenspielerin und Märchenerzählerin habe ich die Erfahrung gemacht, dass gerade medienverwöhnte Kids (und Erwachsene) sehr offen und empfänglich sind für Formen wie Erzählen und Puppenspiel. Geschichten sind, anders als im Kino „zum Greifen nah“, der Abbau von Distanz zwischen Geschehen und Publikum wird zum sinnlichen Erlebnis, eine die Fantasie anregende neue Körpererfahrung. Unser Puppentheater lädt zum Mitmachen ein, lässt aber auch Ruhe und Lücken zu. Theater ist ein besonderes Ereignis, Theater findet im Jetzt statt. Kinder sind aufnahmebereit und neugierig, können zuhören, beobachten, mitdenken und wenn sie Lust haben mitlachen und bei den Sprachspielen mitmachen ohne miteinander zu konkurrieren. Auch Erzieher*innen lernen wieder Theatersprache jenseits von Disney- und Manga-Ästhetik kennen. Offensichtlich wird, wie aufgehoben und wahrgenommen sich die Kinder fühlen und wie stimuliert und reich an Eindrücken sie herausgehen. Für KiTa-Gruppen ist der Weg in einen Theatersaal mit Bahn und Bus schwierig und mit großem Aufwand verbunden. Nach meinen Recherchen findet ein Theaterbesuch in der Gruppe nur 1 Mal im KiTa-Leben statt. In einer Stadt ist man da durchaus im Vorteil. Nach Art. 28 der UN Kinderrechtskonvention haben alle Kinder ein Recht auf Bildung, Partizipation, Inklusion und die wertschätzende Anerkennung von Unterschiedlichkeit. Kinder mit Migrationshintergrund sind zusätzlich benachteiligt, da deren Eltern extrem skeptisch sind, wenn es um Ausflüge geht. Hier soll unsere mobile Bühne als „ein Theater, das zu den Kindern kommt“ helfen Berührungsängste abzubauen. Gleichzeitig ist es eine Methode konstruktiver Gestaltung und Qualitätsverbesserung des KiTa-Angebotes im ländlichen Raum allgemein. Die Inszenierung entsteht in Kooperation mit der Künstlerkolonie Schütte & Raibach – Kulturinitiative Europa e.V. Das Stück wird daher auch in Kitas im Land Brandenburg aufgeführt. und den Fachwerkhäuser-Gassen in Spitzwegscher Romantik sei hiermit eingeladen.

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